Können auch Gewürze und Kräuter einen positiven Einfluß auf unser Gehirn haben? Ein bisschen schlauer, eine etwas bessere Gedächtnisleistung, einfach mal die Zeit anhalten können? Klar, die Hersteller von Nahrungsergänzung sind großzügig mit ihren Versprechen. Doch wussten Sie, dass auch verschiedene Gewürze einen positiven Einnfluß auf unsere Gehirnleistung habenn können?

Warum bin ich nicht schlau?

Freilich gibt es genetische Unterschiede. Genauso wie bei anderen Talenten, ist es auch bei der Intelligenz. Manche Menschen scheinen genetisch bevorzugt worden sein. Doch was genau ist Intelligenz? Wir unterscheiden zwischen dem IQ (Intelligenzquotient) und dem EQ (Emotionale Intelligenz).

Eine weitere Unterscheidung betrifft die fluide und die kristalline Intelligenz. Die fluide Intelligenz gilt in der aktuellen Lehrmeinung als angeboren und bildet sich ab dem 25. Lebensjahr langsam aber kontinuierlich wieder zurück. Die kristaline Intelligenz wird auch als Altersweisheit bezeichnet.

Doch egal, wie Sie die Natur bevorzugt oder benachteiligt hat - auch das Gehirn ist ein Organ und damit einem Alterungsprozess unterworfen. Der Abbauprozess im Alter macht also auch vor dem Gehirn nicht halt und die Anzahl an aktiven Gehirnzellen reduziert sich mit dem Alter.

Doch nicht nur das Alter wirkt sich negativ auf unser Gehirn aus. Eine Studie der Yale Universität zeigt, dass Stress die graue Materie im Gehirn angreift. Die “grauen Zellen” werden also vom Stress aufgefressen. Dies gilt unabhängig von der Art von Stress - positiver Stress ist genauso schädlich für das Gehirn wie negativer.

Dem Verfall des Gehirns entgegen wirken

Auch wenn dieser Beitrag nicht gerade eine schöne Perspektive für das Altern eröffnet, so wollen wir doch auch noch eine gute Botschaft überbringen: Wir können dem Verfall unseres Gehirns aktiv entgegen wirken!

Gehirn mit Kräutern pimpen

Freuen Sie sich über Ihr neues Superhirn durch den Genuß folgender Gewürze. Der wichtigste Inhaltsstoff für unser Gehirn heißt Apigenin.

Die gute Botschaft gleich vorweg: Dieser Stoff findet sich in fast allen Gewürzen wieder!

Apigenin beugt nicht nur Demenz und Alzheimer vor, sondern bietet auch eine erfolgreiche Prophylaxe gegen Erkrankungen wie etwa Parkinson. Auf diese Weise können wir unsere fluide Intelligenz stärken und schützen.

Demenz ist für die meisten von uns ein großes Schreckgespenst des Alterns. Störung im Gedächtnis, Reduktion des Denkvermögens, Verlust der Sprache und Motorik.

Oregano ist bei Ihnen bereits auf dem täglichen Speiseplan? Gratulation! Sie schützen damit Ihr Gehirn bereits vor freien Radikalen - den größten Feindenn unseres Gehirns!

(Vor-)Weihnachtszeit bedeutet für Sie den Duft von Zimt in Wohnung und Haus? Super! Zimt enthält viele Antioxidantien. Zimt erhöht die Erinnerungsfähigkeit und ist in der Lage, den Blutzuckerspiegel zu senken. Weiters wirkt Zimt nachweislich enzündunngshemmend.

Zimt ist auch ideal für ein Aromatherapie geeignet. Schon das Einatmen des Duftes soll die Merkfähigkeit erhöhen!

Ein weiterer Apigenin Speicher ist Sellerie. Wer es geschmacklich schafft, kann täglich 100 ML Selleriesaft konsumieren. Statt des puren Konsums von Sellerie kann dieser auch in eine schmackhaft Kartoffelsuppe eingekocht werden.

Die positiven Effekte von Knoblauch sind schon hinglänglich bekannt. Ist er doch berühmt für seine positiven Wirkungen auf Blutdruck und das gesamte Herz-Kreislauf-System. So wird natürlich auch der Blutfluss zum Gehirn verbessert. So steigert Knoblauch auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass Knoblauch sogar gegen Krebszellen im Gehirn wirken kann.

Ein wahrer Jungbrunnen ist auch Thymian. Dieser enthält Docosahexaensäure (DHA) sowie viele der gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren. So hilft Thymian unserem Körper, sich vor altersbedingten Erkrankungen zu schützen.

Auch bei der Pfefferminze reicht es, den Duft im Raum aufsteigen zu lassen. Der Duft von Pfefferminz steigert die Konnzentration, Aufmerksamkeit und das allgemeine Gedächtnisvermögenn. Als Tee oder Gewürz konsumiert, wirkt Pfefferminz als richtiger Wachmacher. In 100 Gramm Pfefferminz sind 8,71 MGr Apigenin enthalten. Das ist fast doppelt so viel wie in der Sellerie.

Basilikum steht in einer Reihe mit Oregano. So kann Basilikum auch die freien Radikale abtöten. Es wirkt entzündungshemmend und beugt Uverträglichkeiten vor. Hilft bei Darmbeschwerden und kann Lebensmittelvergiftungen ablindern. Basilikum wirkt gegen Stress und hilft so ebenfalls mit, unser Gehirn zu schützen. Basilikum ist außerdem leicht und schnell auch im Topf auf der Fensterbank angebaut.

Die Beliebtheit und Bekanntheit von Ingwer ist in den letzten Jahren in unseren Breiten deutlich angestiegen. In anderen Kulturen steht die Gewürzknolle doch schon lange auf dem Speiseplan. Ingwer ist ein echtes Powergewürz und wirkt auf den gesamten Körper:

  • Ingwer tötet freie Radikale
  • Ingwer lindert Übelkeit (auch während der Schwangerschaft), Erbrechen und die Reisekrankheit
  • Ingwer reduziert die Gefahr von Blutgerinsel und wirkt so vorbeugend gegen Schlaganfälle

Auch ein anderes allseits bekanntes Gewürz hilft unserem Gehirn zu mehr Leistung: Gewürznelken. Gewürznelken steigern die allgemeine Leistungsfähigkeit des Gehirns und fördern die Giftstoffausschwemmung. So stellen Gewürznelken ein wesentliches Element der Behandlung von Konzentrations-, Gedächtnis- oder Lernschwierigkeiten dar.

Peffer (roter wie auch schwarzer) lassen unser Gehirn wieder wachsen. Das im Pfeffer enthaltene Pipernin, fördert die Ausschüttunng von Beta-Endorphin. Beta-Endorphin ist ein Stresslöser Botenstoff im Gehirn. So fühlen wir uns glücklicher und entspannter. Wir gönnen unserem Gehirn eine Erholung vom Stress. Darüber hinaus enthält roter wie schwarzer Pfeffer natürlich auch Apigenin.

Wir alle kennen Salbeitee als Hausmittel gegen Erkältungen oder bei Halsschmerzen. Doch nicht nur hier spielt der Salbei seine Trumpfkarte aus! Salbei soll auch die Merkfähigkeit von Menschen deutlich verbessern. Neben Salbei-Tee können Sie die Blätter auch direkt zum Würzen von Speisen verwenden.

Die Petersilie ist ein weiteres Gemüse mit einem hohen Inhalt von Apigenin. Ganze 302 Milligramm Apigenin kommen auf 100 Gramm Petersilie. Das ebenfalls in der Petersilie enthaltene Luteolin wirkt Entzündungen im Gehirn entgegen.

Das im indischen Curry enthaltene Kurkuma - die gelbe Knolle - kann sogar alkoholbedingten Schädigungen des Gehirns vorbeugen. Kurkuma erhöht aber auch die Gedächtnisleistung und gilt als allgemeine Wunderpflanze zur Stärkung des Gehirns. Kurkuma kann aktiv der Entwicklung von Alzheimer und Demenz vorbeugen und wirkt wie ein natürliches Antidepressivum. Natürlich enthält Kurkuma auch eine hohe Menge an Antioxidantien und regt die Bildung neuer Zellen im Gehirn an. Kurkuma kann aufgrund der entzündungshemmenden Wirkstoffe auch bei Gelenkschmerzen helfen. Durch diese aktivierenden Fähigkeiten von Kurkuma beugt es Schlaganfällen vor und schützt möglicherweise sogar vor manchen Krebsarten.