Kurkuma (Curcuma, Gelbwurz oder Gelbwurzel) ist nich nur ein schmackhaftes Gewürz, sondern auch eine Heilpflanze mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Kurkua hilft bei Verdauungsbeschwerden, besonders wenn sie durch eine unzureichende Gallenproduktion bedingt sind und nach besonders fettigem oder üppigem Essen.

Kurkuma als Arzneimittel bei Verdauungsproblemen

Die Wurzeln der Kurkuma-Pflanze (Curcuma longa, Curcuma xanthorrhiza) finden als traditionelles pflanzliches Arzneimittel Anwendung bei Schwierigkeiten mit der Verdauung - insbesondere bei sehr fettreichem Essen und bei Problemen mit der Gallenfunktion.

Auch bei dyspeptische Beschwerden (wie Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen und Völlegefühl) kann der Einsatz von Kurkuma helfen.

Im Kurkuma finden wir vor allem folgende Inhaltsstoffe:

  • ätherischee Öle (vor allem das Tumeron) und
  • Curcuminoide (wie das Curcumin),

Das Curcumin ist auch für die stark gelbe Färbung der Wurzel verantwortlich. Diese Wirkstoffe von Kurkuma fördern den Gallenfluss (choleretische Wirkung) und wirken im gesamten Körper entzündungshemmend. Kurkuma ist auch in der Lage, den Cholesterinspiegel zu senken und gegen Antioxidantien zu wirken.

Anwendung von Kurkuma bei Oberbauchschmerzen

Bei dyspeptischen Beschwerden (Oberbauchbeschwerden) und bei Störungen im Bereich der Gallenblase oder -wege wird Kurkuma-Tee empfohlen:

Übergießen Sie dazu 0,5 bis ein Gramm des grob pulverisierten Wurzelstocks mit 150 Milliliter kochendem Wasser. Nach fünf bis zehn Minuten können Sie die Pflanzenteile abseihen. Trinken Sie mehrmals täglich eine Tasse Kurkuma-Tee vor oder zu den Mahlzeiten. Halten Sie aber die empfohlene Tagesdosis von 1,5 bis 3 Gramm ein.

Um die Wirkung des Kurkuma-Tees zu verstärken, empfehlen wir Artischockenblätter, die ebenfalls positiv auf Bauchschmerzen durch Völlegefühl einwirken.

Welche Nebenwirkung können durch die Verwendung von Kurkuma auftreten?

Der regelmäßig Konsum von Kurkuma ruft manchmal Magenbeschwerden durch Reizung der Schleimhäute hervor. Auch Mundtrockenheit und Blähungen sind möglich.

Wenn Sie an einem Gallenverschluß, einer Gallenentzündung, Gallensteinen oder anderen Erkrankungen der Galle oder Leber leiden, sollten Sie auf übermäßigen Konsum von Kurkuma verzichten, da die Anregung dieser Organe durch Kurkuma negative Auswirkungen auf das Krankheitsbild haben kann.

Wie wirkt Kurkuma gegen Verdauungsschwierigkeiten?

Die Einnahme von Kurkuma regt die Tätigkeit der Gallenblase an und erreicht damit eine gesteigerte Produktion von Gallenflüssigkeit. Die grundlegende Funktion der Gallenflüssigkeit liegt in der gesteigerten Verdauung von Fetten aus der Nahrung. Wird mehr Gallenflüssigkeit produziert, so können Fette aus der Nahrung schneller abgebaut werden. Das Völlegefühl aufgrund üppiger Nahrung wird durch den schnellere Abfluß von Gallenflüssigkeit deutlich reduziert.

Fazit: Kurkuma und die Anwendung für die Verdauung

Die Einnahme von Kurkuma (in Pulverform oder als Nahrungsergänzunt) kann eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Medizin darstellen. Da Kurkuma nicht direkt in den Verdauungsprozess eingreift, sondern lediglich körpereigene Prozesse anregt und verstärkt ist in der Regel nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen. Aufgrund der leider geringen Bioverfügbarkeit von Kurkuma im Körper ist jedoch darauf zu achten, eine entsprechende Dosierung einzuhalten, um die gewünschten positiven Effekte von Kurkuma auf die Verdauung erzielen zu können.