Das Immunsystem von Kleinkindern ist in den ersten paar Lebensjahren noch nicht vollständig entwickelt. Gewürze können teilweise zu Atemstörungen oder Schluckstörungen führen. Wir zeigen, welche Gewürze für Kleinkinder gut geeignet sind, herauszufinden. Das Essen schmeckt doch fade ohne Gewürze? Kinder schmecken Gewürze anders!

Wenn du das Essen für den Nachwuchs vorkostest, darf es für die Eltern leicht fad und langweilig schmecken. Die Geschmacksnerven der Kleinen sind noch lange nicht ausgeprägt. Isst du für lange Zeit Speisen, die nicht gesalzen sind und bekommst dann ein Essen, das mit Salz gewürzt ist, kommt es dir salzscharf und würzig vor.

Bei Kindern muss sich in den ersten Lebensjahren auch noch die Magenschleimhaut entwickeln und eine gesunde Darmflora aufgebaut werden. In den ersten Monaten, in denen das Kleinkind noch mit Brei gefüttert wird, solltest du komplett auf Salz und andere Gewürze im Essen verzichten.

Kleinkinder müssen den Eigengeschmack der Lebensmittel erkennen lernen.

Auch im zweiten Lebensjahr ist eine salzarme Ernährung empfehlenswert. Auch scharfes Gemüse wie Paprika, Pfeffer und andere Gewürze sollten während dieser Zeit noch vermieden werden. Kräuter und Gewürze machen (Klein-)Kinder happy

Kräuter jeglicher Art sollten jedoch auf jeden Fall auf dem täglichen Speiseplan ihrer Kinder stehen.

Säuglinge können bereits einige Geschmäcker über die Muttermilch wahr nehmen. Stillst du nun langsam ab, so muss das Kleinkind nun langsam andere Lebensmittel kennenlernen.

Neue Lebensmittel sollten möglichst nur pur verabreicht werden. Ab dem 8. Monat kannst du auch beginnen, Gewürze in minimalen Mengen beizufügen. Beachte jedoch: was für dich nur eine kleine Prise ist, kann bei deinem Kind bereits schmerzhafte Koliken hervorrufen. Auf Salz solltest du im ersten Lebensjahr zur Gänze verzichten.

Eltern sind sich immer wieder unsicher, welche Gewürze sie ihren Kinder beifügen können und welche eher gemieden werden sollten. Salz besteht aus Natrium und Chlorid. Zur Aufrechterhaltung der Stoffwechselfunktionen benötigt der menschliche Körper Salz. Deshalb sollten Erwachsene nicht total auf Salz verzichten.

Welche Inhaltsstoffe und Gewürze sollte ich bei Kindern meiden?

Bei Kleinkindern ist eine zu hohe Zufuhr von Natrium und Chlorid hingegen nicht empfehlenswert. Nieren und andere Organe sind noch nicht vollends ausgereift, sodass das Salz nicht richtig verwertet werden kann.

Andere Nahrungsmittel wie zum Beispiel Milch enthalten von sich aus bereits einen hohen Gehalt an Natrium. Dies deckt den täglichen Bedarf in der Regel. Zusätzliches Salz kann dann sogar zu Magenkoliken führen.

Neben Magenbeschwerden kann zusätzliches Salz auch den Blutdruck erhöhen. Auch hier ist zu bedenken, dass diese Auswirkungen bei einem Kleinkind deutlich stärker zu spüren sind.

Bei der Verwendung von Gewürzmischungen ist immer darauf zu achten, welche Gewürze darin enthalten sind. Du solltest dann jedes einzelne auf die Verträglichkeit mit deinem Kind prüfen.

Fenchel wirkt zum Beispiel beruhigend auf den Magen. Anis wirkt antibakteriell und krampflösend. Petersilie besitzt ebenfalls krampflösende und schleimlösende Wirkungen.

Damit sich der sensible Magen des Kleinkindes an die vielen neuen Geschmäcker und Wirkungen gewöhnen kann, ist eine langsame Heranführung geboten. Verwende zur Gewöhnung an das Normalessen jeweils nur ein Gewürz oder eine Kräuterart. Beginne mit Kräutern wie zum Beispiel der Petersilie. Sie ist sehr mild im Geschmack und wird in der Regel gut vertragen. Füge den Speisen sechs Tage lang das Kräutergewürz hinzu. Danach kannst du ein weiteres Gewürz verwenden.

Die 6 Tage Regel – Teste den Geschmack deines Kindes

Folgst du dieser sechs Tage Regel, so kannst du die Verträglichkeit deines Kindes leicht überprüfen. Die Verträglichkeit der Gewürze ist genauso von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wie von Kleinkind zu Kleinkind. Wenn das Gewürz oder die Kräuter gut vertragen werden, kannst du die Menge der Kräuter langsam erhöhen. Würze die Speisen für deine Familie dennoch nur sehr gering. Ein Nachwürzen am Tisch ist jederzeit möglich.

Gesundes Essen bedeutet nicht, dass viele Gewürze beigemischt werden müssen. Sobald der Nachwuchs mit am Tisch isst, solltest du genau darauf achten, was sich im Essen befindet. In Pudding, Joghurt und Co aus dem Supermarkt befinden sich viele Zusatzstoffe wie Zucker, Salz oder Verdickungsmittel. Diese sind nicht nur schädlich für den empfindlichen Magen- und Darmtrakt des Kleinkindes, sondern wirken sich auch negativ auf das Wohlbefinden aus.

Tipp: Du kannst Vanillejoghurt auch ganz einfach mit ganzen Schoten herstellen. Dann sind sicher keine Zusatzstoffe enthalten.

Selbst gebackenen Kuchen kannst du Zimt, Anis oder Minze hinzufügen. So erreichst du ein wohlschmeckendes, wie auch gesundes Geschmackserlebnis. Wie erkenne ich den Geschmack meines Kindes?

Um zu wissen, welche Gewürze und Kräuter den Kindern schmecken, hilft nichts anderes als es auszuprobieren. Es kommt oft vor, dass auch Geschwister bereits im Kleinkindalter einen deutlich unterschiedlichen Geschmack haben.

Bedenke, dass das Verhalten von Kleinkindern beim Essen genauso ist, wie bei Erwachsenen. Sie essen nur, was Ihnen schmeckt. Kleinkinder zeigen es umso deutlicher, wenn Sie mit der Auswahl der Speisen nicht zufrieden sind.

Wenn also der Nachwuchs Speisen wieder ausspuckt, kann das durchaus am Gewürz liegen, welches anscheinend nicht nach seinem Geschmack ausgewählt wurde.

Ab dem zweiten Lebensjahr dürfen alle Gewürze und Kräuter verwendet werden, solange du den noch nicht ausgeprägten Magen des Kindes langsam darauf vorbereitest.